TIBET TERRRIER VOM RODAERLAND
TIBET TERRRIER VOM RODAERLAND

Wissenswertes

Fellpflege:

Das Fell des Tibet Terriers erfordert besondere Anforderungen an den  Hundehalter. Tägliches Kämmen oder Durchbürsten erleichtert die Fellpflege, das gründliche Durcharbeiten des gesamtes Fells 1 mal pro Woche ist allerdings der wichtigste Bestandteil der Pflege. Hierzu wird das Haar vom Kopf bis zur Rute gescheitelt. Der Tibet Terrier hat so lange Wimpern, dass die Kopfhaare gar nicht in die Augen fallen können. Vom Welpenalter an diese Prozedur gewöhnte Tibis lassen sich normalerweise problemlos bürsten. Hierzu legt man den Hund auf die Seite und beginnend vom Bauch aus, bürstet man strichweise bis hinauf zum Rücken (Scheitel). Anschließend bürstet man mit einer weicheren Bürste Kopf, Rute und den Unterbauch. Verfilzte Stellen kann man mit einer sehr bewährten Spezialbürste von ActiVet, dem Matzapper, herausbürsten. Insbesondere bei hellen Hunden bilden sich oft unschöne Tränenspuren. Diese kann man vermeiden, wenn man den Hunden zunächst "den Schlaf aus den Augen" entfernt und dann mit klarem, handwarmem Wasser das Fell um die Augen auswäscht. Wenn man Nassfutter füttert, dann sollte man zusätzlich auch das Schnäuzchen entsprechend abwischen. Wir schwören auf die ActiVet-Bürsten, die sehr effizientes, zeitsparendes und professionelles Bürsten ermöglichen. Persönlich haben wir inzwischen 4 verschiedene dieser Bürsten im Einsatz. 

 

Baden:

Auch die Tibis suhlen sich bei Spaziergängen schon mal  gerne in Pfützen oder übel riechenden Stellen. Da wir alle die Nähe zu ihnen lieben, kommen wir in solchen Situationen kaum am erlösenden Bad vorbei. Entgegen den früher propagierten Auffassungen ist regelmässiges Baden kein Problem, wenn man gewisse Dinge beachtet. Empfohlen zur Pflege werden rückfettende Produkte mit Nerz-, Jojobaöl oder Kakaobutter. Man feuchtet den Hund mit handwarmem Wasser an, trägt das Shampoo auf und spült dieses anschließend gut aus. Danach wickelt man den Hund in ein Badelaken ein und trocknet ihn hiermit möglichst gut ab. Anschließend fönt man ihn unter Bürsten trocken. Wichtig! Für ca. 4 Stunden darf man den Hund nicht nach draussen lassen, da sonst Erkältungsgefahr besteht. 

 

 

Impfungen: 

Bei Übernahme des Welpen hat dieser durch den Züchter eine Grundimpfung gegen Parvirose, Hepatitis, Leptospirose, Staupe und Zwingerhusten erhalten. Diese muss nach Übernahme durch den Welpenkäufer nach 4 Wochen, in Verbindung mit der Tollwut-Impfung wiederholt werden. Erwachsene Hunde benötigen dann 1 Mal jährlich eine Wiederholungsimpfung. 

 

Entwurmen:

Welpen werden durch den Züchter alle 2 Wochen entwurmt, Junghunde müssen alle 3 Monate entwurmt werden und erwachsene Hunde sollten alle 6 Monate eine Entwurmung erhalten. 

 

Zahnwechsel:

Ca. im 6 Lebensmonat findet der Gebisswechsel bei den Welpen statt. Ab dem 4 Lebensmonat beginnt beim Welpen ein grosser "Knabberdrang". Damit man seine Einrichtungsgegenstände wirksam schützen kann, benötigt der Welpe in diesem Lebensabschnitt unbedingt Kauknochen und Knabberspielzeug. 

 

Treppen:

Bei den Welpen sind bis zum 6 Lebensmonat die Bänder und Gelenke noch sehr weich und dehnbar. Daher sollte man tunlichst übermässige Belastungen durch Treppensteigen vermeiden.

 

Spaziergänge:

Man sollte den Welpen langsam bei zunächst kleineren Spaziergängen an die Leine gewöhnen und die Wegstrecken behutsam mit zunehmendem Alter steigern. Tibet Terrier lieben Spaziergänge mit ihrer Familie und passen sich hierbei deren Gegebenheiten an. Aktive Familien können den Tibi auch als Begleiter  beim Joggen, Radfahren oder Reiten mit einbeziehen. Bei all diesen Aktivitäten kann der Hund seinem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. 

 

Zecken und Flöhe:

Neben den überall erhältlichen chemischen Keulen gibt es bewährte Mittel, deren Gifte nicht in die Blutbahn unserer Hunde gelangen und offensichtlich trotzdem funktionieren. Unser Tibi-Freund Kai Wehner aus Schwalmtal hat sich sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und zwei sehr gute und funktionierende Ansätze gefunden. Es handelt sich zum einen um Bernsteinketten von Amberdog, die das Fell des Hundes durch die ständige Reibung am Fell elektrostatisch aufladen und die Zecken per Elektroschock direkt wieder abfallen lassen. Ein wirksames Mittel gegen Zecken und Flöhe, dass auf dem natürlichen Wirkstoff der Chrysantheme gewonnen wird ist ARDAP, dass nur äusserlich auf die Haut im Nacken aufgetragen wird, jedoch nicht wie andere chemische Mittel toxische Stoffe in die Blutbahn des Hundes einbringt.  

Das Verhalten

Wie eingangs erwähnt: Es sind kleine, willensstarke Persönlichkeiten mit langer Geschichte, die noch nicht lange in Europa etabliert sind. Einige Tibet Terrier heute sind wesentlich näher an den Ursprungshunden als andere und so stellt sich die Frage: „Was war eigentlich die Aufgabe eines Tibet Terriers in deren Ursprungsland?“ Zum Einen haben sie Grundstücke ihrer Besitzer bewacht und Alarm geschlagen. Des Weiteren begleiteten sie Yakherden ins Hochland und benötigen somit eine bestimmte Wendigkeit, Kletterfreudigkeit und Mobilität. Folglich ist der Tibet Terrier kein Sofahund. Er hatte Aufgaben und benötigt dementsprechend auch heute eine sinnvolle Beschäftigung. Sicherlich ist diese Hunderasse sehr vokal. Sogar so, dass man sie zum Sprechen animieren kann. Hoffnungslose Kläffer sind es allerdings nicht.

Bewachen und Schützen

Betrachtet man die Aufgabe dieser Hunde in ihrem Ursprungsland, also „Bewachen“ und „Schutz vor dem Fremden“, sind die Vorurteile teils berechtigt. Natürlich schlägt er Alarm und mag weder fremde Hunde noch Menschen. Daran sollte man auf Distanz und mit Abstand arbeiten. Zum Glück ist der Tibet Terrier intelligent und mit gesunder Neugier gesegnet. Nach einem ersten Abschätzen und einer Beobachtungsphase, ist es der Hund, den man kennt. Bei einem Tibet Terrier handelt es sich um eine sehr ursprüngliche Rasse, die auch als eine solche verstanden werden sollte. Je mehr von der Geschichte der Rasse und des Ursprungslandes Tibets begriffen wird, umso einsichtiger ist man auch bei seinen Vierbeiner.

(von Frauke Neum)

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