TIBET TERRRIER VOM RODAERLAND
TIBET TERRRIER VOM RODAERLAND

Unsere Sicht auf die Hundezucht und Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben.

Der Begriff "Züchter" setzt vom Grundsatz her keinerlei Qualifikation voraus. Züchter darf sich jeder nennen, der Welpen in "Umlauf" bringt. Leider gibt es gerade hier die übelsten Auswüchse und gerade die schlimmsten Fälle deckt leider die deutsche Gesetzgebung gar nicht ab. Der § 11 des Tierschutzgesetzes definiert den Begriff Hobbyzucht. Demnach ist nur Hobbyzüchter, der maximal 2 gebärfähige Hündinnen besitzt und maximal 2 Würfe pro Kalenderjahr hat. Alles darüber hinausgehende ist unmittelbar gewerbliche Zucht. Diese gewerbliche Zucht unterliegt der staatlichen Aufsicht dahingehend, dass Sachkunde nachgewiesen werden muss. Der Haken ist z.B., dass jemand der einen landwirtschaftlichen Betrieb führt diese Sachkunde unterstellt bekommt und er hier offensichtlich völlig ausserhalb des Focus der Behörden liegt, z.B. jemand, der einen Pferdehof oder eine Schweinemast unterhält auf die Kriterien zu überprüfen, die angemessen wären, eine artgerechte Haltung, geschweige denn eine seriöse, menschenbezogene und erbgesunde Hundezucht nachzuweisen. Die Auswüchse in vielen wirklich bekannten Fällen sind, dass sich Leute Züchter nennen, die in Wirklichkeit sogar Welpen aus den Qualzuchten Osteuropas kaufen und diese arglosen Welpenkäufern als "eigene" Welpen aus "liebevoller Hobbyzucht" meist ohne jegliche Abstammungsnachweise verkaufen. Es ist schier unmöglich, dass man z.B. Tibet-Terrier an 365 Tagen im Jahr bei eigener Zucht anbieten kann, wieviele Hündinnen müsste man hierfür halten und wie wäre es möglich, dass diese Hündinnen auch noch ständig ganzjährig verteilt die Läufigkeiten passend haben würden. Unterm Strich wird der arglose und ahnungslose Welpenkäufer somit getäuscht und betrogen. Nicht in wenigen Fällen erhalten die Leute dort kranke Hunde, die Erbkrankheiten in sich tragen und vielfach utopische Tierarztkosten verursachen. "Geiz ist demnach nicht wirklich geil!" Diese Leute finden für sich Ausreden und Geschichten, die sie den Welpenkäufern erzählen und einen Welpen aus Mitleid zu kaufen, ist ganz bestimmt nicht der richtige Weg.

Zuchtvereine und Verbände

In Deutschland kann vom Grundsatz her jeder einen solchen Verband gründen. Nach dem Vereinsrecht benötigt man hierfür lediglich 7 Mitglieder, 3 gewählte Vorstandsmitglieder und der Verein muss sich eine Satzung geben. Vielfach sind solche Satzungen nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Alles steht und fällt mit der Sachkunde, dem Verhalten und dem Handeln der betroffenen Personen. Wer ein wenig Menschenkenntnis hat, der kann sich ausmalen, wer hier alles am Start sein kann. Letztendlich ist aber der Verein in dem man züchtet kein Garant für einen gesunden und charakterfesten Welpen, sondern das eigene Handeln, die Erfahrung und Qualifikation, die man sich selber erwirbt und die Liebe und Sachkenntnis, die man seinen Hunden angedeihen lässt. Das allerwichtigste ist für uns, dass wir auch nach 10 oder 15 Jahren noch unseren Welpenkäufern noch in die Augen schauen können. Wir pflegen regelmässig Kontakt und Freundschaften zu unseren Welpenkäufern, von denen wir heute viele unsere Freunde nennen dürfen.

Umgang und Toleranz unter Züchtern

Zu Beginn unserer Zucht hatten wir das Glück einige wenige nette und hilfsbereite Züchter Kollegen zu finden, die uns wertvolle Tipps und Hilfestellungen gegeben haben. Dafür sind wir auch sehr dankbar. Generell sind wir jedem freundlich und offen begegnet, so sind wir und so möchten wir eigentlich auch als Menschen bleiben. Leider hat sich aber herauskristallisiert, dass mit Zuchterfolg und Präsenz sich quasi bei sehr vielen Züchtern, Neid und Missgunst einstellen, die ebenfalls sehr unschöne Dinge nach sich ziehen können. In der Regel beschränkt sich das Handeln solcher "netten"  Züchterkollegen auf das Verbreiten von Gerüchten  und dummem Gerede untereinander. Sei's drum, damit kann man leben und von gemachten Erfahrungen lernt der intelligente Mensch ja bekanntlich fürs Leben. Als Fazit kann man ziehen, es gibt Züchter, die alleine durch die räumliche Entfernung voneinander hunderte Kilometer entfernt sind, sich aber nicht das schwarze unter den Fingernägeln gönnen. Bei uns ist es so, dass wir einige wenige, handverlesene Züchter gut kennen, mit denen wir uns gerne austauschen und wenn interessierte Welpenkäufer bei uns anrufen, empfehlen wir auch dorthin gerne die Interessenten weiter, weil wir eben nur 1 oder 2 Würfe im Jahr haben und der Wunsch bei vielen Leuten eben der ist, zeitnah ein neues Familienmitglied aufnehmen zu wollen. Das Züchten könnte somit deutlich harmonischer zugehen, wenn nicht ständig irgendwelche menschlichen Befindlichkeiten oder bösartige menschliche Eigenschaften dem im Wege stehen würden...

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© Petra Carl